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Schritt 4 zum Schuldenerlass: Die Wohlverhaltensphase

Sorgenfrei und schuldenfrei leben

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt eine Wohlverhaltensphase von 6 Jahren, in der der Schuldner seine Arbeitskraft bestmöglich einsetzen muss. Die Anforderungen entsprechen denen beim Bezug von laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Hartz IV oder ALG 2).

Das bedeutet in der Praxis: Bei Jobverlust müssen regelmäßig Bewerbungen geschrieben werden und jede zumutbare Stelle muss angenommen werden. Befolgt der Schuldner diese Spielregel nicht, kann ein Gläubiger beantragen, dass dem Schuldner die Restschuldbefreiung versagt wird, soweit durch die fehlenden Bemühungen die Befriedigungsmöglichkeit beeinträchtigt wurde.

Der pfändbare Einkommensanteil wird während der Dauer des Insolvenzverfahrens von demTreuhänder eingezogen und an die Gläubiger nach Deckung der Verfahrenskosten verteilt. Die Höhe des Pfändungsbetrages richtet sich nach der Tabelle zu § 850c ZPO und entspricht den Beträgen, die auch außerhalb des Verfahrens gepfändet werden können.

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